Altholz aufarbeiten ohne Charakter zu verlieren
Entferne Metall sorgfältig, bürste Fasern aus und entscheide zwischen Hobeln, Schleifen oder Reinigen mit Trockeneis, je nach gewünschter Textur. Verwende Holzausgleichsmasse nur punktuell, um Wellen zu respektieren. Naturöle oder Hartwachs lassen Tiefe entstehen, während UV-Schutz das Nachdunkeln bremst. Prüfe konstruktive Holzschutzmaßnahmen statt chemischer Zusätze. So bleibt die gewachsene Oberfläche spürbar, die Struktur stabil, und das Holz erzählt – nicht als Dekor, sondern als tragendes Element mit weiterhin gelebter Präsenz.
Ziegel und Stein fachgerecht neu vermauern
Reinige Ziegel mit Bürsten, nicht mit aggressiven Säuren, um Scherben zu schonen. Teste Mörtel auf Verträglichkeit und wähle weiche Mischungen, damit alte Steine arbeiten können. Vermeide Zementschlämme, wenn Kapillarität wichtig ist. Spiele mit Verbandmustern, um Fehlstücke als gestalterische Akzente zu integrieren. Fugenbreiten nivellieren Unregelmäßigkeiten, während sorgfältiges Abwaschen die Farbigkeit hebt. So entsteht Mauerwerk, das technisch schlüssig, diffusionsoffen und ästhetisch reich bleibt, ohne historische Substanz zu überfordern oder zu verkleiden.